11 Schwarze Männer erzählen von ihren Rassismus-Erfahrungen in der schwulen Community

7. „Ich habe angefangen, meine Haare zu glätten, aber eigentlich hätte ich jemanden gewollt, der für mich einsteht und mich verteidigt.“ „Wieder und wieder habe ich die ‚Er ist einfach nicht mein Typ‘-Ausrede zu hören bekommen. Das habe ich...

11 Schwarze Männer erzählen von ihren Rassismus-Erfahrungen in der schwulen Community

7. „Ich habe angefangen, meine Haare zu glätten, aber eigentlich hätte ich jemanden gewollt, der für mich einsteht und mich verteidigt.“

„Wieder und wieder habe ich die ‚Er ist einfach nicht mein Typ‘-Ausrede zu hören bekommen. Das habe ich so oft gehört, dass ich schon nicht mehr mitzähle. Aber schwarz zu sein ist keine Frage des Typs, ich habe mir das nicht ausgesucht und kann es auch nicht ändern. Kommunikativ, witzig oder athletisch zu sein ist eine Frage des Typs. Aber schwarz zu sein ist es definitiv nicht. Und wenn ein schwuler Weißer mal mit mir zusammen sein möchte, wird die Beziehung nie publik gemacht; sie wird immer vor Freunden, vor der Familie und in sozialen Netzwerken geheim gehalten. Das passierte offenkundig nicht nur aus Angst vor Homophobie, denn einige von denen hatten sich bereits geoutet.

Jedes Mal, wenn jemand auf mich zukommt, sowohl persönlich als auch in sozialen Netzwerken, lehnen sie einen entweder wegen der Hautfarbe ab oder kommen genau deshalb auf dich zu. Schwule graben mich immer an, indem sie mir Komplimente für mein Äußeres machen, insbesondere für die speziellen Merkmale die auch viele anderen Schwarzen haben. Dazu gehören etwa meine vollen Lippen (ich hasse es, wenn die Leute mir Komplimente für meinen Mund machen; ich bin viel mehr als das), meine Größe oder mein Penis (von dem alle annehmen, er sei riesig). Ich habe den Eindruck, dass die Objektivierung über das Körperliche hinausgeht und sogar das Wesen einbezieht. Mit anderen Worten: Ich MUSS mich wie ein Alpha-Männchen verhalten; wie ein starker, wilder, lüsterner Bad Boy. Wenn du versuchst, das Klischee zu überwinden, wirst du übergangen, ignoriert und zurückgelassen.

Ein Ex-Freund von mir hat gelacht, als seine Kumpels sich über meine Haare lustig gemacht haben. Erst dachte ich, das wäre okay und habe das Spiel mitgespielt. Doch dann habe ich gemerkt, dass es mich verletzt. Und deshalb habe ich angefangen, mir die Haare zu glätten. Aber eigentlich hätte ich jemanden gewollt, der für mich einsteht und mich verteidigt.“ —Bruno Barroso, 24 Jahre alt.

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