Der Netflix-Film „Mignonnes“ ist ein gefundendes Fressen für die QAnon-Verschwörungstheorie

In einem Interview mit Tinubu sprach die Regisseurin über die für sie persönliche Geschichte. Sie spiegele wider, „wie es für [sie] gewesen sei, mit der senegalesischen Kultur zu Hause und der westlichen da draußen aufzuwachsen.“ Nach der Veröffentlichung sind jedoch sowohl der Film als auch Netflix in den Fokus der QAnon-Verschwörungstheorie „#SaveTheChildren“ gerückt. „Mignonnes“ gilt laut QAnon-Anhänger*innen als ein weiteres Beispiel für sexuellen Missbrauch von Kindern in Hollywood. Eine Behauptung, die sie unter Tausenden von Follower*innen in den sozialen Medien verbreiten. #SaveTheChildren-Gläubige auf Instagram sind eine laute und wachsende Gruppe von Menschen, darunter viele junge weiße Mütter. Sie bestehen darauf, Menschenhandel sei ein verbreitetes und heimtückisches Problem, das Amerikas Straßen heimsuche, von den Medien aber ignoriert werde. Die Verschwörungstheorie geht auf den kollektiven Irrglauben „QAnon“ zurück, der auf haltlosen Behauptungen fußt, die Welt werde von einem Kinderhändlerring regiert, den US-Präsident Donald Trump angeblich versucht zu zerschlagen. Während der vergangenen sechs Monate haben sich die QAnon-Gläubigen sozialer Netzwerke bedient, insbesondere Instagram, um Frauen aus der Generation Z und Millennials in diese irrige Vorstellung einzuführen. Durch die Nutzung von Hashtags wie #SaveTheChildren und die Thematisierung von sexuellem Kindesmissbrauch und Menschenhandel wollen sie vor allem jungen, weißen Müttern Angst machen, jemand könne ihre Kinder entführen. Diese Frauen werden dann immer tiefer in den Kaninchenbau der kollektiven QAnon-Erzählung hineingezogen. Angeblich, so geht der QAnon-Irrglaube, foltern Politiker*innen der US-Demokraten und Hollywood-Stars Kinder – und essen diese sogar – um sich selbst zu stärken und ihre eigenen finsteren Ziele zu verfolgen. In den letzten Monaten wurden etliche Unternehmen, Einzelpersonen und andere Gruppen durch #SaveTheChildren-Leute attackiert; besonders erwähnenswert darunter der Möbelhändler Wayfair. Der Tweet einer Userin über Vorratsschränke mit Mädchennamen führte zu dem viralen Gerücht, man könne bei Wayfair Kinder bestellen. Nun ist Netflix in ihr Fadenkreuz geraten. Let's block ads! (Why?)

Der Netflix-Film „Mignonnes“ ist ein gefundendes Fressen für die QAnon-Verschwörungstheorie
In einem Interview mit Tinubu sprach die Regisseurin über die für sie persönliche Geschichte. Sie spiegele wider, „wie es für [sie] gewesen sei, mit der senegalesischen Kultur zu Hause und der westlichen da draußen aufzuwachsen.“ Nach der Veröffentlichung sind jedoch sowohl der Film als auch Netflix in den Fokus der QAnon-Verschwörungstheorie „#SaveTheChildren“ gerückt. „Mignonnes“ gilt laut QAnon-Anhänger*innen als ein weiteres Beispiel für sexuellen Missbrauch von Kindern in Hollywood. Eine Behauptung, die sie unter Tausenden von Follower*innen in den sozialen Medien verbreiten. #SaveTheChildren-Gläubige auf Instagram sind eine laute und wachsende Gruppe von Menschen, darunter viele junge weiße Mütter. Sie bestehen darauf, Menschenhandel sei ein verbreitetes und heimtückisches Problem, das Amerikas Straßen heimsuche, von den Medien aber ignoriert werde. Die Verschwörungstheorie geht auf den kollektiven Irrglauben „QAnon“ zurück, der auf haltlosen Behauptungen fußt, die Welt werde von einem Kinderhändlerring regiert, den US-Präsident Donald Trump angeblich versucht zu zerschlagen. Während der vergangenen sechs Monate haben sich die QAnon-Gläubigen sozialer Netzwerke bedient, insbesondere Instagram, um Frauen aus der Generation Z und Millennials in diese irrige Vorstellung einzuführen. Durch die Nutzung von Hashtags wie #SaveTheChildren und die Thematisierung von sexuellem Kindesmissbrauch und Menschenhandel wollen sie vor allem jungen, weißen Müttern Angst machen, jemand könne ihre Kinder entführen. Diese Frauen werden dann immer tiefer in den Kaninchenbau der kollektiven QAnon-Erzählung hineingezogen. Angeblich, so geht der QAnon-Irrglaube, foltern Politiker*innen der US-Demokraten und Hollywood-Stars Kinder – und essen diese sogar – um sich selbst zu stärken und ihre eigenen finsteren Ziele zu verfolgen. In den letzten Monaten wurden etliche Unternehmen, Einzelpersonen und andere Gruppen durch #SaveTheChildren-Leute attackiert; besonders erwähnenswert darunter der Möbelhändler Wayfair. Der Tweet einer Userin über Vorratsschränke mit Mädchennamen führte zu dem viralen Gerücht, man könne bei Wayfair Kinder bestellen. Nun ist Netflix in ihr Fadenkreuz geraten. Let's block ads! (Why?)